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Ungarisch (ung. magyar nyelv; magyar; IPA: [,mɒɟɒr'ɲɛlv]) isch eini vo de finno-ugrische Sproche und di einzigi Sproch z Mitteleuropa, wo kei indogermanischi Sproch isch. Si wird wältwit vo ca. 13,5-15 Millione Lüt gschwätzt.
Herchunft und GschichtS Wort "Ungar" chunnt vom "Onogur", wo e türkisches Oberhaupt gßi isch. D Ungare hän vor etwa 2000 Johr agfange, vo de Ural-Gegend in Richtig Europa z wandre. Drum hän si zerscht uss de Turksproche, de iranische und de kaukasische Sproche Wörter übernoh. E starki Ähnligkeit wyst d Sproch zum Türkische uff, wyl d Ungare lang mit de Türke gwandert ßin und Ungarn im 16. und 17. Johrhundert vo de Türke bsetzt gßi isch. Drum hät s im Ungarische einersits Parallelwörter zum Türkische, anderersits isch d Agglutinierig (s Ahänge vo Suffix) e charakteristischi Grammatik sowohl vom Ungarische als au vom Türkische. Wäge dem hät mer d Ungare fälschligerwis de Türke züegordnet. Die eigeni Bezeichnig "Magyar" kunnt vom Fürscht Megyer uss de Zit, wo d Ungare z Europa acho ßin. Säll isch Änd 9. Johrhundert gßi, mer hät aber s Johr 896 defür "festglegt". D Bezeichnig Magyar heißt so vyl wie "die wo vo unserem Stamm ßin".[1] Sällewäg sait mer au uff Dütsch Magyare oder Madjare züe de Ungare. Ab 900 ßin zerscht uss de slawische und e baar romanische Sproche Wörter in d Sproch übernoh worre, spöter au dütschi vo de Habsburger.[2] VerbreitigUngarisch isch d Amtssproch vo ganz Ungarn, zudem in de folgende Länder zumindest deilwis: Ungarisch isch au Amtssproch vo de EU. In de folgende Länder isch Ungarisch als Minderheitssproch aerkännt:
1Schätzig Ungfähr e witeri Million Ungarisch-Sprächer verdeilt sich uff Argentinie, Australie, Belgie, Brasilie, Tschechie, Finnland, Frankrych, Dütschland, d Nyderlande, Idalie, d Schwiz, s Vereinigte Königrych, Venezuela und anderi. Dialäkt
Di ungarische Dialäkt zeige im Allgmeine weniger starki Abwychige vonenand wie z.B. die dütsche. Di dialektale Underschyd ßin dodeby hauptsächlich uff phonetischer Ebeni. Die ungarische Csángó-Dialäkt, wo vor allem no im rumänische Bezirk Bacău verbreitet ßin, bilde e Usnahm. Durch d Isolation vom ungarische Mütterland hän d Csángós ihr eigeständige Dialäkt bybhalte, wo sich durch rumänische Yfluss stark verändert hät. De Dialäkt vo de Székler uff derre Site und de Csángó-Dialekt jensits vo de rumänische Karpate werre ab und züe au zu de Ostdialäkt zämmegfasst. Folglich werde nün Dialäktgruppe underschyde: 1. D Süddialäkt (déli nyelvjárások) 2. Di transdanubische Dialäkt (dunántúli nyelvjárások) 3. di westtransdanubische Dialäkt (nyugati nyelvjárások) 4. d Nordwestdialäkt (palóc nyelvjárások) 5. d Nordostdialäkt (északkeleti nyelvjárások)[3] 6. d Theiß-Dialäkt (tiszai nyelvjárások) 7. di mittelsiebebürgische Dialäkt (mezőségi nyelvjárások) 8. d Székler-Dialäkt (székely nyelvjárások) 9. d Csángó-Dialäkt (csángó nyelvjárások)[4] Die schwersti Sproch?Lut re Liste vo de am schwerste erlernbare Sproche isch Ungarisch uff em 4. Platz. Dütsch isch uff Platz 8, Mandarin uff Platz 1.[5] De Friedrich Dürrematt soll gsait ha, dass es z Europa zwei furchbar schweri Sproche gäb, nämlig Portugysisch und Ungarisch. Portugysisch ßei jo scho unglaublig schwer, Ungarisch aber so schwer, dass es nit emol meh d Portugyse verstönn.[6] YordnigUngarisch isch linguistisch e finno-ugrischi, also e uralischi Sproch. Uff em Wäg in Richtig Europa hän sich Wörter uss alle möglige Sproche ybürgert. Sit d Ungare um 900 uff Europa cho ßin, hän vor allem s Dütsch und s Slawisch d Sproch beyflusst. S git hütt ca. 30 türkischi und 350 dütschi Lehnwörter.[7] AlphabetS Alphabet isch im 13. Johrhundert eso entstande.[2] E Bsunderheit vom Ungarische Alphabet isch, dass Diagrafe (cs, dy, gy, ly, ny, sz, ty, zs) und de Trigraf (dzs) als eigeni Büechstabe aglüegt werre, genauso d Sunderzeiche (á, é, í, ó, ő, ü, ű). Zudem underscheidet mer s chleine und s große Alphabet, je nochdem, ob d Büechstabe q, w, x, y, wo numme in historische Schribwyse und Främdwörter vorchömme, mitzällt werre solle. S Ungarische Alphabet hät also 40 (chlei) oder 44 (groß) Büechstabe (zur Ussproch lüeg unde):[8]
Amerchige
Yflüss vom Ungarische uff anderi SprocheGrößeri Zahle vo ungarische Lehnwörter trifft mer im kroatische, Dütsche (Dialäkt vo de Donauschwobe), in de Sproche vo de Zigüner, im Rumänische, Karpatorussische, Slowakische und in einige Serbische Dialäkt a.[10] WortschatzCirca 21 Prozänt vo de ungarische Wörter ßin finno-ugrisch, witeri Lehnwörter chömme vor allem uss em Persische, de Turksproche, em Slawische, Latyn, Dütsche, Französische, Idaliänische und Anglische. Im Folgende Bispyl für Lehnwörter.
UssprochKonsonanteD Konsonante b, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p und t werde glych wie im Dütsche usgsproche.
VokalIn de Schrybig werre alli churze Vokal durch Büechstabe ohni Akzänt dargstellt. Zur Verlängerig wird de Akzent Akut verwendet. Doppelkonsonante werde nit zur Verkürzig vom Vokal devor verwendet, sondern numme wenn de Konsonant dehnt wird (tt → [t:]).
BetonigDie ungarischi Sproch hät e ganz eigeni Satzmelody. So ligt zum Bispyl immer e starke Akzent uff de erschte Silbe vom Satz. De Rest wird immer weniger ("abfallend") betont. Sälli Satzmelody findet mer au in de Musik vo de Zigüner widder. De ungarisch Frogesatz erlaubt allerdings zwei verschydeni Melodye. Des hängt devo ab, ob mer e Antwort mit "igen" (ja) oder "nem" (nei), oder e vollständigeri Antwort erwartet. Im letschtere Fall hät s im Frogesatz unbedingt e akzentuierts Frogewort wie s im Alemannische z.B. wo, wänn, wieso etc. ßin:
Hingege isch, wenn e schlichts "ja" oder "nei" erwartet wird, immer die zweitletschti Silbe im Satz betont:[12]
Innerhalb vo Wörter wird usnahmslos immer die erschti Silbe betont. Des wird (au bi Fremdwörter) streng durezoge; selbscht wenn de erscht Vokal neabe-, anderi aber volltonig ßin, no blibt die Betonigsart erhalte. GrammatikHauptartikel: Ungarischi Grammatik Die Ungarischi Grammatik wird oft als eini vo de schwierigste überhaupt ygstuft. Dem liegt zgrund, dass s Ungarische vo vyle Sproche beyflusst worde isch (lüeg under Yordnig). AllgemeinFast überall spylt d Vokalharmony e wichtigi Rolle. S wird zwüsche helle und dunkle Vokal underschyde. Die meiste Wörter bestönn entweder uss helle oder uss dunkle Vokal, entsprechend wird e helle oder dunkle Suffix aghänkt. Bi Usnahme - wenn Wörter uss helle und dunkle Vokal bestönn, entscheidet meistens de letscht Vokal. Dunkli Vokal ßin a, á, o, ó, u, ú. Helli Vokal ßin e, é, i, í ("hell 1") und ö, ő, ü, ű ("hell 2") NomeZwüsche männlig und wyblig wird nit unterschiede. D Nome könne insgesamt in 23 Fäll stoh. De Plural wird
VerbeMer underscheidet zwüsche de bstimmte und de unbstimmte Konjuation. Die bstimmti wird agwändet, wenn e Akkusativobjekt mit bstimmtem Artkel folgt; gar keinem oder me unbstimmte Akkusativobjekt folgt die unbstimmti Konjugation. S git di folgende Zite (jewyls mit bstimmter und unbstimmter Konjugation):
AdjektivD Adjektiv werde in Fall und Numerus ans Nome abasst. Zur Bildig vo me Adverb wird s Suffix -en bzw. -on aghänkt. PronomeIn de Personalform könne d Personalpronome (én, te, ő/ön, mi, ti, ők/önnök) numme vor, wenn si betont werde solle. SatzreihefolgWas betont wird, stoht in Ussagesätz in de Regel vor em Verb. Ungarisch lerneKürs
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Allmänd (Commons): Ungarischi Sproch — Witeri Mulitimediadateie zum Artikel
Allmänd (Commons): Ungarischi Ussproch — Witeri Mulitimediadateie zum Artikel
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